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VOCO Dental Challenge 2009 - Das Finale bei den Dentalisten

Preisträger kommen aus Regensburg, Halle/Saale und Münster

Junge Zahnmediziner und Nachwuchswissenschaftler aus ganz Deutschland trafen sich am 18. September zur siebten Auflage des Forschungswettbewerbs VOCO Dental Challenge in Cuxhaven. In ihren 15-minütigen Vorträgen präsentierten sie vor kundigem Publikum einschließlich der zahlreich vertretenen Fachpresse die Ergebnisse ihrer jüngsten Studien zu dentalspezifischen Themen und stellten sich anschließend den kritischen Fragen der unabhängigen und prominent besetzten Jury. Diese bestand auch in diesem Jahr aus drei habilitierten Wissenschaftlern: Prof. Dr. Roland Frankenberger (Leiter der Abteilung für Zahnerhaltung im Fachbereich Medizin an der Philipps Universität Marburg), Prof. Dr. Dr. Norbert Krämer (Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des Universitätsklinikums der TU Dresden, Leiter der Abteilung für Kinderzahnheilkunde) und PD Dr. Ulrich Lohbauer (Forschungslabor der Zahnklinik 1 für Zahnerhaltung und Parodontologie am Universitätsklinikum Erlangen).

Drei Preisträger aus einem starken Teilnehmerfeld

Das Gremium der anspruchsvollen Juroren zeichnete nach eingehenden Beratungen die drei Preisträger aus. Den ersten Platz belegte Dr. Sebastian Hahnel (Universität Regensburg) mit einem Vortrag zum Thema „Alterung zahnärztlicher Komposite: Oberflächeneigenschaften und bakterielle Adhäsion“. Den zweiten Platz sicherte sich Hermann-Morris Zalikowski (Universität Halle-Wittenberg) mit seinen Studienergebnissen zum „Einfluss unterschiedlicher Desensitizer auf die Mikro-Zugfestigkeit des Self-Etch-Bond-Systems Futurabond DC in vitro“. Und Dr. Michael Wefelmeier (Universität Münster) errang Platz drei mit seinen „Untersuchungen zum Hochglanz von Kompositfüllungen“. Die drei Preisträger behaupteten sich in einem starken Teilnehmerfeld, das mit fachlich überzeugenden und anschaulich präsentierten Beiträgen für ein hohes wissenschaftliches Niveau sorgte. Das Themenspektrum war auch dieses Mal breit angelegt und deckte verschiedene Aspekte der zahnmedizinischen Forschung und Praxis ab. Neben den wissenschaftlichen Achtungserfolg gesellen sich für die drei Preisträger unter den Finalisten Preisgelder sowie Publikationszuschüsse in Höhe von jeweils 2.000 EURO zur Unterstützung ihrer weiteren Arbeit. So erhielt der Erstplatzierte insgesamt 5.000 Euro, der Zweitplatzierte 4.000 EURO und der Drittplatzierte 3.000 EURO.

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Die VOCO Dental Challenge besitzt als Forschungswettbewerb für junge Akademiker mit dentalspezifischer Ausrichtung eine hohe Anziehungskraft und hat sich längst als renommierter Forschungswettbewerb zur Förderung und Motivation des wissenschaftlichen Nachwuchses etabliert. Hier haben sie die Möglichkeit, ihre Forschungs- und Studienergebnisse in professionellem Rahmen und vor fachkundigem Publikum zu präsentieren und sich so auf künftige Vorträge, etwa im Rahmen von wissenschaftlichen Tagungen und Kongressen, vorzubereiten. „Die VOCO Dental Challenge“, so Dr. Martin Danebrock, Leiter Wissenschaftlicher Service und Organisator der Veranstaltung, „hat ganz bewusst einen Übungscharakter unter möglichst realen Bedingungen. Bei den Vorträgen kommt es neben den Inhalten auch auf die Präsentation an. Das ist später nicht zuletzt für die etwaige Einwerbung von Forschungsgeldern wichtig.“ Aber auch in anderer Hinsicht erweist sich die VOCO Dental Challenge als ein attraktives Forum für Nachwuchswissenschaftler. So erlaubt sie einen Blick auf den aktuellen Forschungsstand und gibt Gelegenheit zum Gedankenaustausch und Knüpfen wichtiger Kontakte für die künftige Forschungsarbeit. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses entspricht der Unternehmensphilosophie des mittelständischen, konzernunabhängigen Dentalmaterialherstellers, der eine intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit in engem Kontakt mit über 150 Universitäten und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland betreibt. VOCO-Geschäftsführer Manfred Thomas Plaumann: „VOCO sieht sich als Partner der Hochschulen. Die von uns entwickelten, innovativen Produkte werden in Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen intensiven Testungen unterzogen. Dies spiegelt sich auf der Dental Challenge in den Beiträgen zu verschiedenen Produktbereichen wider. Mit dieser Veranstaltung und den hier ausgelobten Preisen wollen wir junge Wissenschaftler ausdrücklich ermutigen und einen Beitrag zur Unterstützung der Forschungslandschaft hierzulande leisten.“

Die Preisträger der VOCO Dental Challenge 2009 und ihre Themen

Die auf der VOCO Dental Challenge 2009 präsentierten Vorträge zeichneten sich insgesamt durch ein hohes wissenschaftliches Niveau und eine anschauliche Darstellung aus. Dies lässt auf eine optimale Vorbereitung aller Kandidaten schließen, die es bis in die Endausscheidung in Cuxhaven geschafft hatten. Von den Finalisten wurden schließlich drei für ihre Präsentationen ausgezeichnet.

Dr. Sebastian Hahnel auf den Spuren bakterieller Ädhasion

Dr. Sebastian Hahnel (27), Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Regensburg, belegte den ersten Platz. In seiner mit Unterstützung von Prof. Dr. Handel, Dr. Ralf Bürgers, Dr. Anne Henrich und Dr. Martin Rosentritt vorgenommen Untersuchung „Alterung zahnärztlicher Komposite: Oberflächeneigenschaften und bakterielle Adhäsion“ ging es darum, das in-vitro-Alterungsverhalten verschiedener zahnärztlicher Füllungsmaterialien für die Restauration von Defekten der Klasse II im Hinblick auf ihre Oberflächeneigenschaften und die Adhäsion von Streptococcus mutans zu charakterisieren. Hahnel kam zu dem Ergebnis, dass die Oberflächeneigenschaften von Kompositen und die relative Adhäsion des Bakteriums an Füllungsmaterialien signifikant von den jeweiligen Materialeigenschaften und verwendeten Alterungsmedien und -methoden beeinflusst werden. Daher sei es wichtig, das Alterungsverhalten zahnärztlicher Werkstoffe nicht nur unter rein mechanischen Gesichtspunkten, sondern auch hinsichtlich biologischer Wechselwirkungen unter dem Einfluss der Adhäsion von Mikroorganismen zu betrachten. Zudem sollten hierbei verschiedene Alterungsprotokolle angewandt werden, um ein möglichst ganzheitliches Bild zeichnen zu können.

Hermann-Morris Zalikowski und die Wirkung von Desensitizern auf Adhäsivsysteme

Hermann-Morris Zalikowski (24), Student der Zahnmedizin an der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Universität Halle-Wittenberg, qualifizierte sich für den zweiten Platz. In seiner von Dr. Christian Gernhardt unterstützten Arbeit widmete er sich dem „Einfluss unterschiedlicher Desensitizer auf die Mikro-Zugfestigkeit des Self-Etch-Bond-Systems Futurabond DC in vitro“. Das Ziel dieser Untersuchung war die Ermittlung der Wirkung der Desensitizer Admira Protect (VOCO) und Hyposen (lege artis Pharma) auf die Verbundfestigkeit eines etablierten adhäsiven Befestigungssystems (Futurabond DC und Bifix QM, VOCO). Zugleich wurde der Einfluss einer artifiziellen Alterung nach Applikation der Desensitizer und kombiniert mit einer Applikation des provisorischen Zements Provicol QM (VOCO) auf die Mikro-Zugfestigkeit untersucht. Zalikowski stellte fest, dass mit der Anwendung von Admira Protect Zugfestigkeitswerte erreicht werden, die eine anschließende restaurative Versorgung zulassen. Grundsätzlich müsse vor adhäsiven Maßnahmen die klinische Anwendung eines Desensitizers abhängig vom jeweils verwendeten Therapeutikum betrachtet werden.

Dr. Michael Wefelmeier und die Polierbarkeit von Kompositen

Dr. Michael Wefelmeier (28), Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Poliklinik für Zahnerhaltung der Universitätsklinik Münster, ist der dritte Preisträger der diesjährigen VOCO Dental Challenge. In seinen von Prof. Dr. Klaus Ott betreuten „Untersuchungen zum Hochglanz von Kompositfüllungen“ suchte er die Polierbarkeit verschiedener dentaler Komposite (Hybrid- und Mikrofüllerkomposite) zu bestimmen. Er fand heraus, dass das Reflexionsverhalten der im Komposit enthaltenen Materialien und deren Verbund, die Polierdauer, der Anpressdruck in einem zahnärztlichen Matrizensystem und die zur Politur verwendeten Materialien und Geräte einen großen Einfluss auf den entstehenden Glanz haben. Dieser Glanz diene zwar als Parameter zur Beurteilung der Politurqualität, stelle aber nur indirekt ein Kriterium für die Oberflächenbeschaffenheit und somit für das Risiko der Plaqueanlagerung dar. 

Das Fazit der Preisträger

Die VOCO Dental Challenge 2009 hinterließ bei allen Teilnehmern einen bleibenden Eindruck, insbesondere bei den drei Preisträgern. Hermann-Morris Zalikowski: „Die Veranstaltung hatte ein sehr hohes Niveau und ich fand es sehr spannend zu erfahren, wie andere ihre Arbeiten präsentieren. Gleichzeitig bot sich hier die Möglichkeit, etwas hinzuzulernen und bei künftigen Vorträgen noch selbstsicherer zu werden.“ Dr. Michael Wefelmeier sah dies ähnlich, ging in seiner Bilanz jedoch noch einen Schritt weiter: „Die Veranstaltung hatte für mich schon mehr als Übungscharakter. Man musste sich nicht nur mit seinem präsentierten Thema, sondern auch mit den Randbereichen gut auskennen. Das zeigten vor allem die anschließenden Fragerunden und Diskussionen mit den Juroren.“ Neben dem individuellen Nutzwert brachte die VOCO Dental Challenge 2009 aber auch Impulse für mögliche Kooperationen der Teilnehmer mit sich. Dr. Michael Wefelmeier: „Dr. Hahnel und ich stellten mit Blick auf unsere Vorträge fest, dass wir hier thematische Übereinstimmungen haben. Wir können uns daher eine künftige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Untersuchung der Oberflächenbeschaffenheit dentaler Füllungsmaterialien sehr gut vorstellen.“ Es wäre nicht die erste „Forschungsgemeinschaft“, die durch die VOCO Dental Challenge gestiftet wurde. „Die Dental Challenge“, so VOCO-Geschäftsführer Plaumann, „hat bisher immer wieder durch ihre Qualität überzeugt und für positive Überraschungen gesorgt. Das lässt uns bereits jetzt auf die VOCO Dental Challenge 2010 gespannt sein.“

Die weiteren Finalisten und ihre Themen:

Julian Paul Scheuble (Universität Frankfurt/Main): „Verbundfestigkeit selbstadhäsiver Befestigungsmaterialien in Verbindung mit humaner Zahnhartsubstanz“

Claudia Lurtz (Universität Rostock): „Kombination strukturmorphologischer Methoden zur Charakterisierung von Dentalwerkstoffen“

Daniel Awad (Universität München): „Auswirkung der Belichtungsintensität auf die inkrementelle Verbundfestigkeit von Kompositen und Siloranen“

Dr. Susann Walke (Universität Dresden): „Experimentelle Untersuchung der Oberflächenmorphologie von dentalen Restaurationsmaterialien“

 

Presse-Ansprechpartner:
Dr. Olaf Krems, VOCO GmbH – Public Relations
Fon: (04721) 719-187, Mail: o.krems@voco.de